Welche Zusatzqualifikationen sind sinnvoll?

 

Um besonders erfolgreich im Beruf zu sein und den nächsten Schritt der Karriereleiter zu erklimmen, reichen ein guter Hochschulabschluss und Berufserfahrung allein oft nicht aus. Um sich von den Mitbewerbern abzuheben, wollen sich immer mehr Arbeitnehmer durch entsprechende Zusatzqualifikationen auszeichnen. Doch welche Zusatzqualifikationen lohnen sich wirklich?

Der Zweck von Zusatzqualifikationen besteht darin, seine bereits vorhandenen Kompetenzen und Qualifikationen durch zielgerichtete Vertiefungen zu ergänzen oder Wissens- und Kompetenzlücken zu schließen. Für eine passende Auswahl geeigneter Zusatzqualifikationen spielen folgende Faktoren eine wichtige Rolle:

Praktische Relevanz

Entscheidend ist, ob die gewonnen Kenntnisse und Fähigkeiten direkt und konkret im Beruf anwendbar sind und ob sich noch weitere Einsatzmöglichkeiten im Unternehmen dadurch ergeben. Außerdem kann es hilfreich sein, durch eine Recherche verschiedener Online-Stellenanzeigen herauszufinden, ob die ausgewählten Kompetenzen aktuell gesucht werden und sich dadurch bei einer beruflichen Neuorientierung bessere Chancen für einen Jobwechsel ergeben.

Anerkennung

Hier stellt sich die Frage, ob die erworbenen Abschlüsse und Zertifikate allgemein anerkannt sind. Auch über den Ruf und die Akzeptanz des Bildungsträgers sollte man sich informieren, denn diese entscheiden über den Wert der Zusatzqualifikation.

Kosten-Nutzen-Analyse

Auch wenn eine Zusatzqualifikation als sinnvoll bewertet wurde und für die jeweilige Person einen Nutzen bringen würde, gilt immer noch abzuwägen, ob der Nutzen in einem passenden Verhältnis zu den Kosten steht, die für die Weiterbildungsmaßnahme anfallen. Hilfreich für die Analyse ist zu überlegen, ob man durch die Zusatzqualifikation eine Gehaltserhöhung oder Beförderung verlangen könnte, die die Kosten decken würde.

Prinzipiell ist es wichtig zu beachten, dass die Abwägung, ob eine Zusatzqualifikation sinnvoll ist, sehr individuell ist. Sie hängt davon ab, ob so relevante Lücken geschlossen werden können oder ob so spezielle Fähigkeiten und Kompetenzen nachgewiesen werden können. Allerdings ist hierbei auch zu bedenken, dass Zusatzqualifikationen die Weiterbildungsbereitschaft eines Arbeitnehmers signalisieren und dessen Engagement, Interesse und Lernwillen zeigen.

Nachfolgend ein grober Überblick der Angebote von Zusatzqualifikationen:

Sprachkurse

Sprachkenntnisse sind in der globalen Arbeitswelt von immer größerer Bedeutung und in einigen Berufen und Unternehmen sogar Einstellungsvoraussetzung. Sprachkurse werden heute in Teilzeit und Fernlehrgängen angeboten.

Studium Generale

Studium Generale fasst alle offenen Angebote und Universitäten und Hochschulen zusammen, für die man nicht als Student immatrikuliert sein muss. Entsprechende Kurse werden hauptsächlich abends und an Wochenenden angeboten.

IHK-Zertifikate

Die Aus- und Weiterbildungsangebote der Industrie- und Handelskammer sind in Deutschland in fast allen Brachen anerkannt und akzeptiert. Vor allem in handwerklichen und technischen Berufen sind sie sehr positiv angesehen.

Weiterbildungsangebote durch das Arbeitsamt

Auch Arbeitsagenturen bieten verschiede Förderungsmöglichkeiten und –Programme an. Ansprechpartner ist die Arbeitsagentur, die für den Wohnort des Beschäftigten zuständig ist oder alternativ die Arbeitsagentur mit Zuständigkeit für den Ort des Betriebssitzes des Arbeitgebers.

E-Learning-Kurse

Neben Fernstudien-Anbietern gibt es E-Learning-Angebote auch immer häufiger von privaten Bildungsträgern. Durch E-Learning-Kurse können Präsenzseminare umgangen werden und man kann sich zeitlich und örtlich flexibel weiterbilden.

Zertifikate von Herstellern

In technischen Bereichen bieten oftmals auch Hersteller von Maschinen oder Software-Systemen Weiterbildungsmaßnahmen an. Die Zertifikate von Herstellern weisen besondere Kenntnisse mit den jeweiligen Maschinen, beziehungsweise Software-Systemen nach.

Seminare privater Träger

Hier gibt es ein sehr großes Angebot mit enormen Qualitätsunterschieden. Daher sollten Arbeitnehmer prüfen, ob die Zertifizierung des Anbieters anerkannt ist und welchen Ruf dieser hat.




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