Soziales Engagement - nicht nur für die Karriere hilfreich!

 

Ehrenämter stiften volkswirtschaftlichen Nutzen und werden vom Staat belohnt (Übungsleiter- und Ehrenamtspauschale). Sich für eine gute Sache engagieren hört sich zunächst einmal gut an. Aber warum soll gerade ich meine kostbare Zeit opfern und mich für andere einsetzen? Wer so denkt, hat nicht zu Ende gedacht. Denn soziales und gesellschaftliches Engagement kommt nicht nur dem Umfeld, sondern besonders dem Engagierten zugute ? sei es seiner eigenen Persönlichkeit, seinem Beruf, seinem Interesse, seinem Selbstwertgefühl. Man tut etwas für sich und seine Karriere, verbunden mit positivem Effekt für seine Umwelt.

1. Stärkt die eigene Persönlichkeit

Soziales und gesellschaftliches Engagement ist vor allem wichtig um den eigenen Blick zu erweitern, eigene Fähigkeiten auszubauen bzw. zu verbessern. Damit verbunden ist die Gelegenheit nette und häufig wichtige Kontakte zu knüpfen, unterschiedliche Menschen kennen zu lernen sowie Verantwortung für andere und Führung zu übernehmen. Sich sozusagen Soziale Kompetenz anzueignen bzw. auszuüben.

2. Nicht High Potentials sondern Right Potentials

Personalentscheider in Unternehmen wissen, dass die kürzeste Studienzeit und die besten Noten bei weitem noch nicht die Garantie für eine erfolgreiche Karriere sind. Für eine erfolgreiche Karriere ist mehr gefragt: Neben gutem Fachwissen eben Sozialkompetenz, eine gereifte Persönlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und Führungsqualitäten. Viele Firmen befürworten ehrenamtliches Engagement ihrer Mitarbeiter in Initiativen und Projekten, insbesondere wenn diese zur ausgeübten Tätigkeit passen.

3. Aller Anfang ist schwer

In Sportvereinen, Serviceclubs, Sozialen Diensten, Parteien, Standes- und berufsbezogenen Verbänden, kann man trainieren, was man im Berufsalltag, aber auch privat, gut nutzen kann. Mit seinem Einsatz erlernt man Fähigkeiten, die das Studium oder Seminare nicht vermitteln: Organisieren, Geldmittel beschaffen, auf hoher Ebene verhandeln, unternehmerisches Denken, Durchsetzungsvermögen und Kompromissbereitschaft.

4. Aktive Macher sind gesucht

Vereine und Verbände suchen stetig engagierte Leute, egal welchen Alters. Um Geld zu verdienen geht es dabei weniger. Vereine und Verbände sind in der Regel ideell aufgestellt, d.h. man ist ehrenamtlich ohne Bezahlung tätig und das möglichst aus Überzeugung.

5. Engagement wird belohnt

Aktive Personen in Hochschulgruppen und Initiativen leisten dabei ebenso gute und verantwortungsvolle Arbeit, wie z.B. die von den Hochschulen bezahlten Tutoren oder unterstützten Fachschaften. Die nachweislich gute Arbeit wird auf unterschiedlicher Weise belohnt. Parallel zum Berufsleben und auch danach erhalten Engagierte für ihren volkswirtschaftlich nicht unerheblichen Beitrag z.B. Steuervergünstigungen.

Bereits einige Hochschulen vergeben Credit Points an Studierende, die ein Vorstandsamt in Initiativen ausüben oder vermerken studentisches Engagement im Abschlusszeugnis. Viele Stipendienprogramme fördern Begabte nicht alleine nach Noten, sondern in Kombination mit ihrem sozialen und gesellschaftlichen Engagement.

6. Der Staat kann nicht alles

Ein Ehrenamt sollte man mit Freude wahrnehmen und nicht mit dem Gefühl, von anderen ausgenutzt zu werden oder für andere mithaften zu müssen. Die Leistung und der Nutzen, die ehrenamtlich Tätige in über 500.000 eingetragenen Vereinen in Deutschland erbringen, sind volkswirtschaftlich von größter Bedeutung. Der Staat jedenfalls ist nicht in der Lage, das zu übernehmen, geschweige denn, dafür die Kosten zu tragen. Allerdings hat der Staat in den letzten Jahren die Rahmenbedingungen deutlich verbessert.

7. Geben ist wichtiger als Nehmen

Ehrenamtlich tätig sein kann man ein Leben lang. Vereine und Verbände funktionieren, in dem die Älteren die Jüngeren unterstützen. Sei es durch unterschiedliche Mitgliedsbeiträge, die Weitergabe von Erfahrungen und Kontakten, Mentorenprogramme etc. Andererseits profitieren die Älteren von der Kreativität und Aufgeschlossenheit für Neues der Jüngeren. Beide ziehen den Nutzen aus einem Netzwerk, das Generationen vorteilhaft miteinander bindet.




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