Gehaltswünsche in der Bewerbung nennen

 

Die Gehaltsverhandlung fängt manchmal bereits beim Bewerbungsschreiben an. Man wird vom potenziellen Arbeitgeber aufgefordert, seinen Gehaltswunsch zu nennen. Wie geht das richtig?

Manche Unternehmen fordern die Bewerber dazu auf, im Anschreiben bereits Gehaltsvorstellungen anzugeben. Klingt recht einfach. Aber kaum sitzt man vor dem Anschreiben, ergeben sich einige Fragen: Brutto oder netto? Jahres- oder Monatsgehalt? Eine konkrete Summe oder doch lieber eine Gehaltsspanne? Im weiteren Text finden Sie die Antworten.

1. Wann muss ich einen Gehaltswunsch angeben?

Wenn dies in der Stellenausschreibung gefordert ist, unbedingt! Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Bewerbung direkt aussortiert wird. In anderen Fällen kann die Angabe aber optional sein. Bewerber sollten ihren Gehaltswunsch grundsätzlich nennen, wenn es ihnen wichtig ist und sie die Stelle etwa nur zu einem bestimmten Gehalt annehmen würden.

2. Jahresgehalt oder Monatsgehalt?

Die Angabe bezieht sich immer auf das Bruttojahresgehalt!

3. Nennt man besser eine Spanne oder eine eindeutige Summe?

Grundsätzlich ist eine eindeutige Summe ratsam. Bei Spannen wird der Arbeitgeber bei der Gehaltsverhandlung sich am unteren Ende orientieren. Damit ist man als Bewerber automatisch in einer schlechteren Verhandlungsposition. Überlegen Sie vorher, welche Fixkosten Sie haben und in der jeweiligen Lebenssituation mindestens verdienen möchten. Auf diesen Wert schlagen Sie eine Summe X drauf, um sich in eine gute Verhandlungsposition zu bringen.

4. Mit wie viel Verhandlungsspielraum sollte man kalkulieren?

Als Faustregel rechnet man mit einem Verhandlungsspielraum von 5 bis 10 Prozent. Das beziehen Bewerber dann direkt in die konkrete Angabe des Gehaltswunsches mit ein. Der Spielraum ist individuell, aber abhängig von der internen Ausrichtung und wirtschaftlichen Situation des Arbeitgebers. Je nach Job und Branche gibt es unterschiedliche Gehaltsstrukturen, wie etwa Fixgehalt, Provisionen, Bezuschussungen, Boni, Beteiligungsoptionen und so weiter. Wie hoch eine potenzielle Steigerung ausfallen könnte, sollten Sie stets vorab recherchieren.

5. Wie formuliert man den Satz im Anschreiben am besten?

Relativ nüchtern und direkt: „Meine Gehaltsvorstellung beläuft sich auf ein verhandelbares Bruttojahresgehalt von X Euro.“ Somit wird eine eindeutige Summe genannt und gleichzeitig ist man für Zugeständnisse offen.

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