Die Gehaltsverhandlung

 

Jeder kennt die Situation: Das Gespräch ist gut gelaufen, jetzt steht die Gehaltsverhandlung an. Auch nur bei dem Gedanken daran wird manchem flau im Magen. Die Lösung: Sprechen Sie mit Selbstbewusstsein über Geld. Je nach Verhandlungsgeschick gibt es enorme Unterschiede bei gleicher Qualifikation. Ein gutes Ergebnis hängt aber nicht allein vom Verhandlungsgeschick ab. Gut vorbereitet und gut informiert überzeugen Sie jeden Gesprächspartner.

1. Kennen Sie Ihren Marktwert?
Zunächst müssen Sie herausfinden, welches Gehalt realistisch ist. Als grobe Richtschnur dienen Gehaltsübersichten und -tabellen. Recherchieren Sie gewissenhaft, aber seien Sie auch vorsichtig. Meist handelt es sich um Durchschnittswerte und nach oben optimierte Bruttosummen.

2. Berücksichtigen Sie aktuelle Faktoren
Auf das tatsächliche Gehalt wirken sich verschiedene Umstände aus: allgemeine Wirtschaftslage, Unternehmensgröße und -standort, Branche sowie die eigene Berufserfahrung.

3. Sammeln Sie ausreichend Argumente
Die beste Vorbereitung hilft nichts, wenn Ihnen die Argumente fehlen. Sammeln Sie ausreichend Gründe für Ihr höheres Gehalt. Lernen Sie Ihren Chef argumentativ zu überzeugen.

4. Stellen Sie sich auf Ihren Verhandlungspartner ein
Eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung hängt auch davon ab, wer einem gegenüber sitzt. Je nach Gesprächspartner müssen Sie mit einleuchtenden und nachweisbaren Argumenten punkten oder mit Schlagfertigkeit Ihre Gehaltsverhandlung unterstreichen. Nur wer hundertprozentig fit ist, sollte das Gehaltsgespräch führen.

5. Treten Sie selbstbewusst auf
Wer sich selbst verkaufen kann, kann das Unternehmen angemessen präsentieren. Wie ein Händler auf dem Bazar müssen Sie nun versuchen, sich selbst zu einem guten Preis an das Unternehmen zu bringen. Marktschreier sind allerdings verpönt. Ein gesundes Selbstbewusstsein schadet in der Gehaltsverhandlung allerdings nicht.

6. Verkaufen Sie sich nicht unter Wert
Eine zu geringe Forderung kann Ihnen als mangelndes Selbstvertrauen ausgelegt werden. Darum ist eine angemessene Gehaltshöhe wichtig. Letztendlich zählen souveränes Auftreten und gute Argumente. Wer zu niedrig in die Gehaltsverhandlung einsteigt, signalisiert, dass er sich schlecht verkaufen kann und somit auch das Unternehmen schlecht repräsentiert.

7. Heben Sie nicht ab
Höhenflüge und zu hohe Forderungen können Ihnen schaden und führen zu einer Ablehnung. Übersteigerte Summen lassen ein überschätztes Selbstbild vermuten.

8. Humor ist erlaubt
Damit die Gehaltsverhandlung in einer angenehmen Atmosphäre verläuft, können Sie mit ein wenig Humor ins Gespräch einsteigen. Das kann dazu führen, dass Ihr Gegenüber offener und entspannter auf Ihre Gehaltswünsche reagiert.

9. Nennen Sie eine konkrete Zahl
Mit einer genauen Summe lässt sich greifbarer verhandeln. Wer im Gespräch eine Gehaltsspanne nennt, wird sich schnell im unteren Bereich wiederfinden.

10. Planen Sie Spielraum ein
Um am Ende der Verhandlung beim Wunschgehalt zu landen, sollte die Ausgangssumme etwa zehn Prozent höher liegen.

11. Denken Sie an Zusatzleistungen
In vielen Unternehmen ergänzen Boni, Sonderzahlungen, zusätzliche soziale Leistungen und privat nutzbare Firmenwagen das Festgehalt. Informieren Sie sich vorher über die aktuellen steuerlichen Möglichkeiten.




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