Lebenslauf für den Algorithmus gestalten

 

Oft entscheiden Computerprogramme, ob ein Bewerber eingeladen wird oder nicht. Der Algorithmus entscheidet somit im ersten Schritt mit, wer eingeladen wird – und wer nicht. Das Auslesen von Lebensläufen ermöglicht auch ein automatisches Extrahieren, Speichern oder Analysieren von Lebenslaufdaten.
Laut einer aktuellen Studie nutzen zwei Drittel der 50 umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands schon heute Software im Bewerbungsprozess, Tendenz steigend.
Doch wie genau trimmt man seinen Lebenslauf für den Algorithmus der Maschine?

1. Achten Sie auf Schlüsselwörter und meiden Sie Kreativität

Für den Algorithmus sind Schlüsselwörter extrem wichtig, um gefunden zu werden. Künstliche Intelligenz (KI) hilft Unternehmen, passende Kandidaten zu finden. Wer Softwareentwickler für Java oder Key-Account-Manager ist, sollte das genauso aufschreiben. Hier geht es um Klarheit und weniger um Kreativität.

2. Beantworten Sie die vier klassischen Fragen in Ihrer Bewerbung

Software kann mit schönen Worten in der Bewerbung wenig anfangen. Es zählt nüchterne Sprache. Im Lebenslauf und Anschreiben sollten vier zentrale Fragen beantwortet werden:

  • Wer bin ich als Person?
  • Was kann ich gut?
  • Wo will ich hin?
  • Was kann ich zum Unternehmen beitragen?

Das waren auch schon vor dem Einsatz von KI goldene Regeln im Recruiting.

3. Fassen Sie sich kurz und achten Sie auf Ihre Rechtschreibung

Auch wenn zunehmend KI im Bewerbungsprozess zum Einsatz kommt, sichten am Ende immer noch Menschen die Unterlagen. Ein Zehn-Seiten-Dokument für die KI kann noch so gutes Algorithmen-Futter sein, fällt bei der Person, die die Bewerbung am Ende liest, aber durch. Um Mensch und Maschine zu gefallen, sollten Bewerber deshalb kurz und präzise formulieren.

Saubere Rechtschreibung wird sowohl von Personaler als auch den Programmen geschätzt. So kann der Algorithmus bei einem Tippfehler unter Umständen wichtige Kompetenzen nicht entziffern.

4. Das Auge entscheidet mit und eine klare Struktur unterstützt

Tolle Grafiken, Farben oder auch Schriftgröße und -art sind für das Matching in den meisten Fällen irrelevant. Sie hinterlassen aber einen bleibenden Eindruck beim menschlichen Recruiter. Für die Software ist dabei vor allem eine klare Struktur mit aussagekräftigen Überschriften nützlich. Im Lebenslauf immer die jeweiligen konkreten Tätigkeiten darstellen, wenn möglich auch mit messbaren Erfolgen – am besten in Bulletpoints. Es wird immer wichtiger, die erlernten Fähigkeiten und Kompetenzen konkret zu nennen und zu spezifizieren.

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